| Mit Ghostscript einen kostenlosen PDF-Writer erstellen (Windows
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Diese Installationsanleitung wurde speziell für Windows 2000 erstellt, Windows 98-Anwender lesen bitte hier weiter. Bei Windows NT und Windows XP werden gewisse Einstellungen an anderen Stellen durchgeführt. Wenn ich mehr Zeit finde, gehe ich auch noch auf weitere Betriebssysteme ein. Bevor Sie die Programme installieren können, müssen Sie diese natürlich erstmal heruntergeladen haben, dazu gibt es direkte Links hinter den Überschriften oder die Linkzusammenfassung am Ende dieser Anleitung. Sollten Sie vor dem 25.3. schon mal nach dieser Anleitung einen PDF-Writer installiert haben, schauen Sie sich bitte die Aktualisierungen kurz an. Ghostscript installieren (Download v7.04) Die Grundvorraussetzung für den PDF-Writer ist das Programm Ghostscript. Näheres zur Installation finden Sie hier. Redmon installieren (Download v1.7 deutsch) Bevor ein PDF-Writer (= Druckertreiber, der eine PDF-Datei erstellt) erzeugt werden kann, müssen wir Redmon installieren. Dieses kleine Tool erzeugt eine neue virtuelle Druckerschnittstelle, welche Druckdaten an ein anderes Programm weiterleitet (in unserem Fall an Ghostscript). Zuerst müssen Sie aber das heruntergeladene ZIP-Archiv in ein Verzeichnis entpacken. Wählen Sie hier am besten ein Verzeichnis innerhalb des Ghostscript-Verzeichnisses (in unserem Fall C:\gs\redmon). Hier im Beispiel ist der Entpackdialog von WinRAR zu sehen. Es geht aber auch mit Packprogrammen wie Winzip oder ähnlichen.
Nun wechseln Sie in das Verzeichnis, wohin Sie das Archiv entpackt haben und starten das Programm Setup.exe. Darauf folgt ein Sicherheitsabfrage, welche Sie natürlich mit Ja beantworten.
Ist alles richtig verlaufen, sollten Sie prompt eine Erfolgsmeldung erhalten. Wundern Sie sich nicht, wenn gar nicht viel passiert ist, das ist richtig so.
! Falls Sie von der englischen Version auf die deutsche Version von Redmon updaten möchten, müssen Sie die alte Version vorher komplett deinstallieren. Dazu entfernen Sie zuerst alle PDF: und RPT: Druckerports und deinstallieren danach Redmon mit dem englischen Uninstaller. AdobePS installieren (Download v1.06 universal) Einen PDF-Writer erzeugen wir am besten mit der aktuellsten Version des Postscript-Treibers von Adobe. Laden Sie ihn sich gegebenenfalls herunter. Zusätzlich benötigen wir noch eine spezielle Druckerbeschreibung (GS-PPDs.zip), welche ich speziell für Ghostscript angepasst habe. Laden Sie sich diese bitte herunter und entpacken Sie diese z.B. direkt nach C:\gs. > NEU: Rumborak Treiber-Archiv (ZIP, 127kb)
Nach dem Download und Entpacken starten Sie die Datei winstger.exe (AdobePS) und klicken sich
bis zu folgendem Dialog durch. ! Falls Sie übrigens nicht die über 5 MB große Datei des Postscript-Treibers verwenden wollen oder falls sich winstger.exe nicht installieren lässt, können Sie auch wie gewohnt mittels der .inf-Datei aus dem GSPPDs.zip-Archiv
den Treiber installieren. (Vielen Dank an Jan Lellmann für den Hinweis) ! Unter Windows NT lässt sicher der Treiber nur installieren, wenn Service-Pack 6 installiert ist. In diesem Fall kann man auch auf den älteren PS-Treiber (AdobePS 5.1.2) zurückgreifen. Auf der Seite www.pdfwriter.de.vu wird noch ein weiterer Lösungsweg beschrieben.
Nun wählen Sie den FILE:-Druckeranschluss aus. Dies ist nur provisorisch, da der AdobePS-Dialog es nicht ermöglicht einen Druckeranschluss (von Redmon) hinzuzufügen.
Bei der Auswahl des Druckers klicken Sie bitte auf Durchsuchen.
Suchen Sie den Ordner, wohin sie die Druckerbeschreibungen entpackt haben und wählen dann den Drucker PDF-Datei.
! Wenn Sie nicht in einem Netzwerk sind, brauchen Sie den PDF-Writer nicht freizugeben. Da ich selber noch kein Netzwerk habe, kann ich nichts genaueres zu einer Freigabe schreiben, allerdings gibt es im Forum dazu einen sehr ausführlichen Beitrag.
Den Druckernamen können eigentlich so stehen bleiben, doch das Drucken einer Testseite ist an dieser Stelle nicht sinnvoll.
Wenn alles richtig gemacht wurde, beginnt mit dem Klick auf Installieren die Installation (Wie sollte es auch anders sein).
Nach der Installation werden Sie noch gefragt, ob der Drucker (unser PDF-Writer) direkt konfiguriert werden soll. Wählen Sie Ja, denn es gibt noch was wichtiges dazu zu erzählen.
Das Output-Protokoll sollten Sie bei ASCII bestehen lassen, um Probleme zu vermeiden. Wenn Sie es auf Binär einstellen, können Sie die Ausgabe unter umständen etwas beschleunigen, allerdings gibt es dabei manchmal Probleme. Wenn Ihnen die Geschwindigkeit wichtig ist, probieren Sie auf jeden Fall die Einstellung mal aus. STRG+D nach Auftrag senden sollten Sie auf Nein stellen. In der
ersten Version dieser Anleitung habe ich zwar die Einstellung Ja empfohlen, doch eigentlich gehört das Strg+D-Zeichen nicht in eine Postscriptdatei.
Mir sind zwar keine Probleme bekannt, aber sicher ist sicher. Interessant ist die Ersetzungstabelle für Schriftarten. Hier geben Sie nämlich an, ob für installierte Schriften beim Drucken (bzw. PDF Schreiben) eine Druckerschrift verwendet werden soll. Normalerweise sollte keine Schrift durch die Druckerschrift ersetzt werden, da sonst das Druckbild nicht unbedingt dem Original entspricht. Doch nun kommt eine "Macke" von Windows 2000 zu Tage. Die Standardschriften (Arial, Times etc.) von Windows 2000 liegen als OpenType-Schriften vor. OpenType ist der Nachfolger von TrueType und Type-1 (Postscript-Schriften) und soll diese langfristig ersetzen. Leider scheint die Sache noch nicht ganz ausgereift zu sein, bzw. hat Sie einen für uns gravierenden Nachteil. Sobald Sie eine dieser Standard-Schriften verwenden und eine PDF-Datei erzeugen, werden Sie evtl. feststellen, dass die Schriftart mit einem komischen Namen eingebettet wurde. Außerdem verlangsamt sich im Acrobat Reader etwas die Bildschirmdarstellung. Doch das gravierendste Manko ist, dass Sie die PDF-Datei nicht mehr nach Text durchsuchen können, was evtl. bei archivierten Internet-Seiten (welche fast ausschließlich die Standardschriften verwenden) sehr störend sein kann. Um dieses Manko zu umgehen, habe ich in die Druckerbeschreibung zum PDF-Writer alle Standardschriften von Ghostscript eingetragen. Somit werden in der Ersetzungstabelle standardmäßig für die wichtigsten Schriften (Courier, Times, Arial) die entsprechenden Druckerschriften ausgewählt. Wenn Sie also viele Internetseiten in eine PDF konvertieren möchten, sollten Sie evtl. noch die Verdana und Tahoma durch die Helvetica ersetzen lassen. ! Das Problem rührt übrigens
daher, dass Postscript nicht den gleichen Zeichenumfang bereitstellt, welcher mit OpenType und TrueType möglich ist. Sobald eine Schrift
also Zeichen enthält, die Postscript nicht zu bieten hat, wird die Schrift vor der Erstellung der Postscript-Datei so umkodiert, dass Postscript
damit klar kommt. Leider wird bei dieser Umkodierung nicht versucht nahe am ASCII-Code zu bleiben, weswegen sich die Datei nicht mehr durchsuchen
lässt. Seit Version 1.05 des Adobe Postscript-Treibers gibt es noch eine Option mit der man sich das Euro-Symbol zu Postscript-Schriften hinzufügen lassen kann. Diese Funktion scheint im Zusammenhang mit Ghostscript nicht zu funktionieren, doch ich habe sie noch nicht ausgiebig getestet. Vorerst würde ich sie deaktiviert lassen, damit bei Postscript-Schriften mit Euro-Symbol nicht etwas unerwartetes passiert. Das Euro-Symbol von TrueType-Schriften wird übrigens von QuarkXPress nicht korrekt ausgegeben. Daran lässt sich leider nichts ändern, so behauptet es jedenfalls Adobe. Eine mögliche Lösung gibt es für Anwender von Fineprint. Sie drucken einfach erst mit dem Fineprint-Treiber und von dort steuern Sie den Postscript-Treiber an. Aus dem Schneider ist man, wenn man sowieso immer mit den Euro-Symbol-Schriften von Adobe arbeitet oder wie von vielen empfohlen einfach EUR schreibt.
Jetzt hätten wir die 'Drucker'-Installation abgeschlossen, es folgt nun das Finetuning.
Öffnen Sie die Systemsteuerung und öffnen Sie die Druckerübersicht.
Wählen Sie den neu erstellten Drucker PDF-Datei aus und rufen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü auf und klicken dann auf Eigenschaften.
Wechseln Sie nun auf den Reiter Anschlüsse und klicken Sie unten links auf Hinzufügen.
Als Anschlusstyp wählen wir Umgeleiteter Anschluß. Das ist der neue Anschluss, welchen wir mit Redmon installiert hatten. Nun gilt es noch auf Neuer Anschluss zu klicken.
Jetzt muss der Anschluss noch einen Namen haben; sinnigerweise sollte Sie ihn PDF1: nennen (Doppelpunkt nicht vergessen).
Nach dem Klicken auf OK folgt der wichtigste Teil, die Anschlusskonfiguration (klicken Sie hierzu auf Konfigurieren...). Zuerst sagen wir dem 'Druckeranschluss', welches Programm die Druckdaten weiterverarbeiten soll. Hier geben Sie gemäß der Ghostscript-Installation den Pfad zu der Datei gswin32c.exe (z.B. C:\gs\gs7.04\bin\gswin32c.exe) an. Bei den Programmparametern (Argumente für dieses Programm) geben Sie zuerst eine Steuerdatei
an. Eine vorgefertigte Steuerdatei für den PDF-Writer befindet sich in dem Archiv mit den Druckerbeschreibungen (GS-PPDs.zip).
In dieser Steuerdatei (pdf.rsp) befinden sich Steuerparameter für Ghostscript. Am besten ist es, wenn die Steuerdatei im Ghostscript-Verzeichnis
abgelegt wird. > NEU: Rumborak Treiber-Archiv (ZIP, 127kb)
Der Steuerdatei folgen noch spezielle Kommandos für Ghostscript, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Kopieren sie sich am besten die folgende Zeile in die Zwischenablage und passen Sie diese Ihren Wünschen an. Wichtig ist, dass die Zeile mit einem "-" (Minuszeichen) endet und vor diesem Zeichen ein Leerzeichen steht. @C:\gs\pdf.rsp -sOutputFile="%1.pdf" -c save pop .setpdfwrite -f - ! In der ersten Version meiner Anleitung fehlte noch das ".setpdfwrite", da es aber mittlerweile im Zusammenhang mit Ghostscript 7.04 empfohlen wird, habe ich das hier ergänzt. Bei Ausgabe: wählen wir Prompt for Filename, somit werden wir beim Erzeugen einer PDF-Datei vorher nach einem Speicherort und dem Dateinamen gefragt (hierbei muss übrigens immer die Dateierweiterung .pdf mit angegeben werden). Bei Ablauf: ist es am sinnvollsten Symbol auszuwählen. Wenn Sie eine PDF erzeugen, erscheint dann ein minimiertes Fenster in der Taskleiste, welches sich notfalls schließen lässt. Es ist übrigens völlig korrekt, dass dieses Fenster immer schwarz bleibt. Mit der Option Ausführen als Benutzer ermöglichen Sie die Erstellung von PDF-Dateien auf einem Laufwerk im Netzwerk (UNC-Pfade sind auch möglich).
Nun sollten Sie noch auf Protokolldatei klicken, damit Sie später evtl. Fehler nachvollziehen können. Als Pfad empfiehlt sich auch hier wieder das Installations-Verzeichnis von Ghostscript (C:\gs\pdf.log). Die Option Debug ist nützlich zur Fehlersuche, ansonsten sollte man sie aber deaktiviert lassen, da sich die Druckzeit extrem erhöht.
Die letzen Feinheiten lassen sich noch in der Druckeinstellung vornehmen. Diese lassen sich auch vor jedem Erstellen der PDF noch verändern, aber die Grundeinstellungen sollte man so wählen, dass es wenig Probleme gibt. Wählen Sie dazu im Kontextmenü des PDF-Druckers Druckeinstellungen... aus und klicken Sie dann im folgenden Dialog auf Erweitert.
Stellen Sie dort die Option Postscript-Ausgabeoption unter Postscript-Optionen auf Portabilität optimieren. Dies ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber die Einstellung Geschwindigkeit optimieren produziert in seltenen Fällen eine fehlerhafte Postscriptdatei, zudem ist der Geschwindigkeitsvorteil meist nicht zu bemerken. In diesem Dialog haben Sie übrigens auch die Möglichkeit Ihre Schriftartenersetzung komplett zu deaktivieren. Hierzu müssen Sie die Option TrueType-Schriftart (OpenType zählt hier auch dazu) auf Als Softfont in den Drucker laden umstellen. Sollten Sie die Schriftartenersetzung dazu verwenden, um das Problem mit den OpenType-Schriften zu umgehen (seihe weiter oben), ist es ratsam, dieses nicht hier einzustellen, sondern bei Bedarf vor dem Drucken bzw. PDF schreiben im Druckerdialog.
So, damit hätten wir die Installation hinter uns. Von nun an können Sie eine PDF-Datei erstellen, indem Sie als Drucker PDF-Datei auswählen. ! Wenn man aus Word über den Drucker PDF-Datei eine PDF erzeugt, werden übrigens keine Hyperlinks mit übernommen. Zur Zeit kenne ich noch keine perfekte Lösung, aber vielleicht hilft Ihnen ja dieser Beitrag im Forum weiter. In der Steuerdatei pdf.rsp gibt es übrigens die Möglichkeit, die Qualität der erzeugten PDF-Dateien zu bestimmen. Dazu müssen Sie die letzte Zeile wie folgt anpassen:
Sie können natürlich für jede Qualitätsstufe einen eigenen 'Drucker' einrichten. Dabei müssen Sie vier Druckerports (PDF1 - PDF4) erstellen und auch vier unterschiedliche .rsp-Dateien. ! In diesem Zusammenhang möchte
ich auch auf die Beta-Version einer neuen PPD-Datei hinweisen, welche die Anpassung der .rsp-Datei unnötig macht. Die aktuellste Beta wird
immer im Forum angekündigt. Bei Interesse klicken Sie bitte hier. Für weitere Fragen habe ich ein Diskussionsforum im Dialog eingerichtet, zudem gibt es speziell für den PDF-Writer ein FAQ ! Ghostscript 7.04 nach oben 5.6.2002 16.5.2002 30.3.2002 28.3.2002 26.3.2002
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